Monatsarchiv für Mai 2009

 
 

31. Mai

1. Mose 19,1-8: Am Abend kamen die beiden Engel nach Sodom. Lot saß gerade beim Stadttor. Als er sie sah, ging er ihnen entgegen, verneigte sich tief und sagte: “Ich bin euer Diener! Kommt doch mit in mein Haus, und seid meine Gäste! Ruht euch aus, und bleibt über Nacht! Morgen könnt ihr dann eure Reise fortsetzen.” “Nein danke, wir möchten lieber im Freien übernachten”, antworteten die beiden. Aber Lot drängte sie mitzukommen, bis sie schließlich einwilligten. Zu Hause brachte er ihnen ein gutes Essen und frisches Brot. Danach wollten sie sich schlafen legen, doch in der Zwischenzeit waren alle Männer Sodoms, junge und alte, herbeigelaufen und hatten Lots Haus umstellt. Sie brüllten: “Lot, wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Gib sie raus, wir wollen sie vergewaltigen!” Lot zwängte sich durch die Tür nach draußen und schloss sofort wieder hinter sich zu. “Freunde, ich bitte euch, begeht doch nicht so ein schweres Verbrechen!”, rief er. “Ich habe zwei unverheiratete Töchter, die gebe ich euch heraus. Mit ihnen könnt ihr machen, was ihr wollt! Nur lasst die Männer in Ruhe, sie stehen unter meinem Schutz, denn sie sind meine Gäste!”

Es gibt zwei Arten von Menschen: die, die dafuer leben, die Noete anderer zu sehen und sich selbst als Loesung anzubieten, und diese, die andere dazu gebrauchen wollen, ihre eigenen Lueste zu befriedigen.
Zu welcher Kategorie du gehoerst, haengt allein von dir ab.
Lot repraesentiert die erste Kategorie von Mensch. Er liess sich nicht negativ beeinflussen, obwohl er unter den Leuten Sodom und Gomorras lebte, die genau das Gegenteil waren.
Diese Welt sehnt sich verzweifelt nach Menschen der ersten Kategorie, die verstehen, dass der Grund und Sinn ihres Lebens ist, eine Loesung fuer die Noete anderer zu sein.
Es mag so aussehen, also ob du wie Lot in Sodom und Gomorra in der Minderheit bist, aber du bist definitiv nicht im Nachteil, denn du bist auf Gottes Seite.

30. Mai

1. Mose 18, 23-33: Die zwei anderen Männer gingen weiter in Richtung Sodom, nur der Herr blieb noch mit Abraham zurück. Abraham trat näher heran und fragte: “Willst du wirklich Unschuldige und Schuldige zusammen vernichten? Vielleicht findest du ja fünfzig Leute in der Stadt, die nichts Böses getan haben und dir dienen. Willst du die Stadt nicht um ihretwillen verschonen? Es wäre unrecht von dir, Sodom ganz zu vernichten! Denn dann tötest du ohne Unterschied den Schuldlosen und den Schuldigen und behandelst beide gleich. Das wäre nicht recht! Du bist der Richter der ganzen Welt und willst gegen die Gerechtigkeit verstoßen?” Da erwiderte der Herr: “Wenn ich in Sodom fünfzig Unschuldige finde, werde ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen.” Abraham aber ließ nicht locker: “Ich habe es nun einmal gewagt, mit dem Herrn zu sprechen, obwohl ich nur ein vergänglicher Mensch bin. Angenommen, es gibt bloß fünfundvierzig Menschen, die kein Unrecht getan haben - willst du wegen der fehlenden fünf die ganze Stadt zerstören?” “Nein”, sagte der Herr, “wenn ich fünfundvierzig finde, verschone ich die Stadt.” Abraham tastete sich noch weiter vor: “Und wenn es nur vierzig sind?” Der Herr versprach: “Auch dann vernichte ich die Stadt nicht.” “Bitte werde nicht zornig, wenn ich weiterrede”, bat Abraham, “vielleicht gibt es nur dreißig dort?” “Selbst dann werde ich es nicht tun.” Abraham setzte zum fünften Mal an: “Ich habe es nun einmal gewagt, Herr, mit dir zu reden! Angenommen, es sind nur zwanzig?” Und der Herr sprach: “Dann werde ich die Stadt trotzdem verschonen.” ”Mein Herr”, sagte Abraham, “bitte werde nicht zornig, wenn ich zum Schluss noch einmal spreche: Was wirst du tun, wenn dort nur zehn unschuldige Menschen wohnen?” Wieder antwortete der Herr: “Die zehn werden verschont bleiben und ebenso die ganze Stadt.” Nachdem er dies gesagt hatte, ging er weiter, und Abraham kehrte zu seinem Zelt zurück.

Wie wir gesehen haben, waren die Anschuldigungen gegen Sodom und Gomorra wegen ihrer Suenden schwer und Gott kam, um nachzusehen ob das, was Er gehoert hatte, richtig war und um dann ein Urteil zu faellen. Interessanterweise war Gott bereit, die beiden Staedte zu verschonen, wenn die Bedingungen erfuellt wurden, die Abraham vorgeschlagen hatte. Die Rolle, die Abraham hier spielte, ist sehr wichtig, denn er stand zwischen Gott und den beiden Staedten als Vermittler und um Vergebung zu bitten.
Schau dir deine Stadt an, sicher kommen auch von dort harte Anschuldigungen vor Gott, aufgrund ihrer Suenden. Aus diesem Grund gibt es dich und mich, damit wir vor Gott stehen um Ihn daran zu erinnern, dass die Bedingungen fuer die Vergebung durch das Blut Jesu erfuellt sind und Er somit unsere Stadt vor dem Urteil verschont. Wir setzen durch unser Gebet die Gnade Gottes frei. Sei du der Abraham deiner Stadt. Je mehr wir sind, desto besser.


hosted by webston