1. Mose 47:
27 Die Israeliten ließen sich in Goschen nieder. Sie wurden zu einem großen Volk. 28 Jakob lebte noch siebzehn Jahre in Ägypten. Er wurde 147 Jahre alt. 29 Als er merkte, dass er bald sterben würde, rief er Josef zu sich. “Bitte erfüll mir meinen letzten Wunsch!”, bat er. “Leg die Hand auf meinen Unterleib, und versprich mir, dass du mich nicht in Ägypten begräbst! 30 Wenn ich gestorben bin, bring mich von hier fort, und begrab mich neben meinen Vorfahren!” “Das verspreche ich dir!”, antwortete Josef. 31 “Schwöre!”, bat Jakob. Josef schwor. Da betete Jakob auf seinem Bett Gott an.
Man könnte denken, dass Jakob an einem Ort der Ruhe in Israel angekommen wäre, Wohlstand, Erfolg und seine ganze Familie wieder in Frieden vereint- was könnte denn noch besser sein? Wie wir sehen hatte Jakob jedoch eine andere Ruhe im Sinn, als er darum bat, in Kanaan neben seinen Vätern begraben zu werden. Seine Ruhe lag nicht im Wohlstand oder im Erfolg, und nicht einmal in einer wunderbaren friedlichen Familie, sondern in Kanaan, dem Land der Verheißung. Das war die Ruhe des Herrn für ihn, seine Augen waren stets darauf gerichtet und nichts konnte ihn für das Verheißene Land blind machen.
Was ist daran für uns von Bedeutung? Die Antwort ist folgende: wir sollten nie von Erfolg, Wohlstand oder anderen guten Dingen der Art geblendet werden, dass wir das Verheißene Land vergessen. Dieses Verheißene Land ist zu allererst das Land oder der Bereich des Lebens, für den wir auf der Erde verantwortlich sind. Und zweitens ist das der Himmel. Wir sollten uns also nicht auf die guten Dinge konzentrieren, die wir haben, sondern darauf, Gott treu zu sein auf dem Gebiet, das er uns anvertraut hat und dann sicher gehen, dass wir in den Himmel kommen.